Gemeinsamer Abschluss eines ereignisreichen Firmwegs
Ganze 181 Tage mussten die Firmjugendlichen in diesem speziellen Jahr im Ungewissen warten, bis sie mit einiger Verspätung endlich das Sakrament der Firmung erhalten und damit ihr langes Abenteuer auf dem Firmweg abschliessen duften. Die wenigen Anwesenden erlebten dafür aber eine einzigartige Firmung. Denn wo sich normalerweise die Firmjugendlichen bestens gelaunt und zahlreich mit ihren Angehörigen vor der katholischen Kirche versammelten, herrschte am vergangenen Samstag, dem 14. November 2020, fast schon eine gespenstische Ruhe auf dem Kirchenvorplatz in Wängi.
Aufgrund der Auflagen des BAG durften am festlichen Gottesdienst nur maximal 50 Personen in der Kirche Platz nehmen. Dies war gerade einmal knapp ausreichend für die 24 Firmjugendlichen mit ihren jeweiligen Patinnen und Paten, welche sich mit Maske und genügend Abstand auf den Kirchenbänken verteilen durften. Für die restlichen Familienmitglieder und Angehörigen hiess es an diesem strahlend schönen Samstag leider, zuhause zu bleiben. Damit sie ihre Liebsten während ihres Festes zur Firmung dennoch aus der Ferne bestaunen und unterstützen durften, organisierte die katholische Kirche Wängi einen Livestream.
Dank dieser technischen Möglichkeiten duften die Angehörigen vom Sofa aus die prächtig geschmückte Kirche bestaunen und der Segen der Firmung kam für einmal bis ins Wohnzimmer. Dies unterstrich nochmals wunderschön das diesjährige Firmmotto der Jugendlichen: «You’ll never walk alone.» - «Du wirst niemals alleine gehen.». Der diesjährige Firmspender, Herr Domdekan Peter Schmid, konnte bei der Begrüssung dann auch nicht verschweigen, dass er bekennender Fan der beiden bekannten Fussballmannschaften ist, welche dieses Lied als Stadionhymne seit Jahren in die ganze Welt hinaustragen.
Auch ansonsten bot der intime Rahmen dem Firmspender die Möglichkeit, individuell auf die Firmjugendlichen einzugehen. So überraschte er bei der Chrisamsalbung die Firmandinnen und Firmanden mit einer äusserst individuellen Anekdote und einem gut gemeinten Rat für die Zukunft. Alles in allem durften die Anwesenden einen stimmigen Gottesdienst erleben, welcher von den Firmjugendlichen geplant und begleitet wurde.
Sichtlich stolz waren dann schliesslich alle, als sie gefirmt wieder ihren Platz in den vorderen Reihen einnehmen durften. Nach dem Gottesdienst verteilte das Firmteam den Firmschein und das Abschlussgeschenk, eine kleine Taschenlampe, welche den Firmjugendlichen stets den Weg leuchten soll. Anschliessend durften sich die frisch Gefirmten auf den Weg zu ihren kleinen Familienfesten machen, um den restlichen Tag gemeinsam zu geniessen.
Philipp Siebenmann