Ein grossartiger Gottesdienst zu Ehren unseres Kirchenpatrons wurde am Sonntag, 30. Juni, wenige Tage nach dem eigentlichen Johannistag in Wängi gefeiert. Wenn die Sonne am höchsten steht und die Tage am längsten sind, wendet sich das Jahr: Das Fest der Geburt Johannes des Täufers am 24. Juni befindet sich nicht zufällig am entgegengesetzten Ende des Jahreskreises zum Weihnachtsfest am 25. Dezember.  Dies gibt den Anlass zu diesem Bezug des längsten auf den kürzesten Tag des Jahres „Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen. Für eine Wende muss Neues entstehen und altes zurückgelassen werden. Elisabet, die Mutter von Johannes, hielt sich bereits bei der Namensgebung ihres Kindes nicht an die Traditionen und gab damit den Anstoss Neues entstehen zulassen. Dies spürten auch die Gottesdienstbesucher im feierlichen Festgottesdienst. Der Frauenprojektchor wie die Instrumentalistinnen unter der Leitung von Martina Oertli verstanden es wiederum hervorragend den Gottesdienst mit einladenden Klängen und  makellos vorgetragenen Liedern zu schmücken. «Neues entstehen lassen, ist immer auch mit einer Wende verbunden», mit diesen Worten informierte Gabi Suhner am Ende des Gottesdienstes über den Wechsel in der Leitung der Apérogruppe, welche in die Hände von Rosalie Wagner und ihrem Lebenspartner Werner überging. Die perfekte Laudatio zum Abschied von Vreni und Sepp Müller hielt Theres Egli vom Pfarreirat. Mit gebührendem Applaus wurden die beiden für Ihre jahrelange ausgezeichnete und verlässliche Arbeit belohnt und eingeladen mit den Gästen bei hochsommerlichen Temperaturen beim anschliessenden Apéro auf den Geburtstag von Johannes anzustossen.

Ein grosses Dankeschön an alle, die mitgewirkt haben, damit, das Patrozinium zu Ehren unseres Kirchenpatrons zu einem kleinen, gemütlichen Fest geworden ist.

Barbara Gemperle

 


Johannes der Täufer ist mit Ausnahme Marias der einzige Heilige, dessen leibliche Geburt in der Liturgie gefeiert wird, und zwar seit dem 5. Jahrhundert am 24. Juni, sechs Monate vor der Geburt Jesu.

Johannes ist der Prophet an der Schwelle vom Alten zum Neuen Bund. So wie er ein waches Gespür für das Neue hat, so sieht und lebt er gleichzeitig die wichtigen Werte der Vergangenheit.

Was bei Johannes gelingt, kann uns heute nur Recht sein. Denn wir brauchen in unserer Kirche auch heute Menschen, die uns ermutigen – ermutigen zum Aufbruch. Und die uns gleichzeitig dazu ermutigen, all das mitzunehmen, was gut ist.

 

 

Patrozinium St. Johannes der Täufer Wängi